1993 – Kandel-Höhenweg im Schwarzwald
20. bis 23. Mai 1993
Wir (die 23 Teilnehmer(innen)) treffen uns am Mittwoch gegen 19.00 Uhr an unserem Standquartier im Waldkirch-Buchholz.
Die Anfahrt erfolgt mit eigenen PKW’s über die BAB A8 Richtung Karlsruhe – BAB A10 Richtung Basel bis zur Abfahrt Freiburg Nord auf die Bundesstraße 294 Richtung Waldkirch. Die Ausfahrt erfolgt vorher nach Buchholz (ist ausgeschildert). Fahrtzeit ca. 2-2,5 Stunden.
An diesem Abend können wir in den Hirschenstuben nach Karte essen.

1. Tag – ca. 25 km
Um 7.15 Uhr treffen wir uns zum Frühstück und um 8 Uhr bringt uns der Bus zum Ausgangspunkt Oberkirch.
Oberkirch im Renchtal liegt an der Badischen Weinstraße und wurde 1229 erstmals erwähnt. Die Ruine Schauenburg gilt als Wahrzeichen der Stadt. Über die Rench geht unser Weg in Richtung Hesselbach zum Heuberger Eck (300m). Ansteigend führt der Weg zum Schönwasen (470m) mit Blick zur Rheinebene und den Vogesen. Weiter bergan über die Ofenlochhütte zum Mooskopf (871m). Der 21m hohe Turm bietet eine weite Sicht.
Der Oberkircher Schriftsteller von Grimmelshausen hat auf er Moos seinen Einsiedler leben lassen und der „Moospfaff“ lässt Wanderer als Geist auf falsche Wege kommen!
Auf dem Moossturmweg geht es hinab am Hang des Siedigkopfes mit weiten Ausblicken zum Naturfreundehaus Kornebene. Weiter bergab über das Landgrafeneck – Schnaitberger Eck zum Pfaffenbacher Eck. Auf einem Grenzweg müssen wir nochmals ansteigen zum Katzenstein einem Fels aus Turmalin-Granit. Mehrere Grenzsteine der umliegenden Gemeinden zeigen uns den Weg zur Lärchenhütte zum Satteleck und zur sagenumwobenen Teufelskanzel. Nocheinmal geht’s bergauf zur Wallfahrtskappelle „Auf dem Bergle“. An steilem Hang geht der Weg über die Schwedenstraße durchs Obertor zum Marktplatz von Gegenbach.
Hier haben wir uns mit dem Bus der Firma Rother verabredet der uns zurück nach Buchholz bringt.
Nach gemeinsamen Abendessen (die Familie Gehri wird uns sicher mit badischer Kost verwöhnen) steht der Abend zur freien Verfügung.
2. Tag – ca. 25 km
Nach dem Frühstück um 7.15 Uhr fährt uns der Bus um 8.00 Uhr zum Ausgangspunkt Gengenbach. Gengenbach an der Kinzig in der Ortenau, eingefasst von Weinbergen.
Durch den Kinzigtorturm geht unsere Wanderstrecke stetig ansteigend zum Bermersbacher Bildstäckle (489m). Am Hang des Steinfirstes wandern wir zum Steinfirstbrunnen und zum Rebmesserstein. Ebenso am Hang des Rauhastens entlang sehen wir den Bergkegel mit der Ruine Hohengeroldseck.
Bergab nach Schönberg zur Passhöhe. Über die B 415 zweigen wir ab auf den Alfred-Dreyer-Weg und kommen über den 510m hohen Kallenwand zum Sodhof bei Seelbach a.d. Schutter. Ein wellenförmiger Anstieg bringt uns zur Schwedenschanze. Abwärts über den Katzenstein zur Passstraße Kreuzplatz. Bildstöckle am Weg und schöner Blick ins Mühlbach-Steinachtal.
Teils stark ansteigend hinauf zum Himmelsberg (547m) und wieder bergab zur Kabelle bei „Hinterer Geisberg“ (510m). Noch einmal geht’s bergauf am Rautschwald zur Straße L 103 wo uns der Bus am Parkplatz „Lindenrainweg“ an der Straße von Schweighausen nach Steinbach abholt und nach Buchholz bringt.
3. Tag – ca. 24 km
7.15 Uhr Frühstück. Noch einmal bringt uns der Bus zum Ausgangspunkt Lindenweg. Wir kommen über den Hohen Geisberg (510m) an den „Hähehäuser“ vorbei zum Schwabenkreuz (Bannkreuz). Es trennt heute die Ortenau und den Breisgau.
Grenzsteine begleiten uns auf dem Weg und wir kommen zur Schutterquelle auf einer großen Wiese. Nach kurzem Aufstieg kommen wir zur Rotzeleck. Bei einem Abstecher zum Hünersedel benötigen wir ½ Std. mehr. Über die Dürrhöfe auf 720m kommen wir zum Wanderheim Kreuzmoos.
Interessante Grenzsteine weise die Linie zwischen „Vorderösterreich“ und der „Markgrafschaft Baden“ aus. Jetzt erreichen wir die Kreuzmooshöhe, Hohe Eck und Schillinger Berg mit Fernblick auf die Rheinebene und die Vogesen. Nun geht’s zur Scharzenberghöhe zur Eckleberghöhe auf 590m bergab mit Blick durchs Siegelbachtal ins Elztal.
Abwärts zur Paphöhe Gescheid (Gasthaus) und wieder hinauf zum Spick. Wieder kommen wir auf die historische Grenze und über eine Senke erreichen wir Harnischwald (Gasthaus). Über die Plätzer Ebene auf Pfad zum Kandelblick. Am Kohlenbacher Eck kommen wir über das Sexauer Haseneckcle auf unsere Abzweigung die uns durch den Wald hinunter durch die Weinberge nach Buchholz führt.
Hier freuen wir uns schon auf unser Abendessen in den Hirschenstuben.
4. Tag – ca. 22 km
Nach dem Frühstück um 7.15 Uhr treffen wir uns und wandern von Buchholz nach Waldkirch. Waldkirch ist im 7. Jahrhundert entstanden. Heute ist es ein Kneipp-Kurort und besitzt alte Edelsteinschleifereien – außerdem Messe- und Konzertorgelbau.
Über die Brücke der Elz geht es durch die Innenstadt hinauf zum „Alten Kandelweg“ vorbei am Gasthof Altersbach. Über Altersbach hinüber auf den Rotwasweg merklich bergan mit Ausblick auf Waldkirch und Umgebung.
Weiter durch das schroffe, wilde Gelände des Geisfels bis zur Rohrauer Hütte. Stets bergauf erreicht man nach einer Links- und Rechtskehr die Höhe von fast 1.000m. Nun auf dem Kandelrücken aufsteigen zum Kandelsattel 1.200m (Berghotel – Ausblick hinauf zur Bergkuppe 1.242m). Der höchste Gipfel des mittleren Schwarzwaldes mit Blick zum Kaiserstuhl und die Vogesen.
Dann geht es wieder bergab – Blick zum Feldberg. Links zum Pfad zum Albenbach. Am Bach mäßig bergab in den Grund des schluchtartigen Glotterbachtals. Auf einem Wiesenweg steil hinab nach Sägendobel – Gasthaus und Höfe. Das Sägewerk gehörte ehemlas dem Kloster St. Peter. Zunächst bergauf zum ersten Bauernhaus durch eine Almenlandschaft bis zum Steingrubenhof 790m. Hinter dem Hof links in den Wald und geradeaus hinab nach St. Peter.
Ca. um 16 Uhr holt uns hier der Bus ab und bringt uns nach Buchholz und es endet unsere 4-Tageswanderung auf dem Kandel-Höhenweg. Mit den Privat PKWs fahren wir zurück nach Nellingen.