Wanderwochen 1990-1999

1998 – Elsass und Vogesen

03. Oktober – 10. Oktober 1998

Auf, auf Ihr Wandersleut …

Ob im Frühlingsschmuck, in der Sommerhitze, oder in der Herbstsonne, die Berge der Vogesen sind immer begeisternd, weil voller Natur, voller Leben und auch voll von Spuren der geschichtlichen und vorgeschichtlichen Vergangenheit. Ein Netz von Wanderwegen erschließt uns diese von vielen vergessenen Welt!

Am Samstag ging es um 6.30 Uhr an der Stadthalle Nellingen los. Wanderkleidung war bereits angezogen und die Wanderstiefel griffbereit! Auch das Rucksackvesper wurde von niemandem vergessen! Wir fuhren über Karlsruhe – Baden Baden -Straßburg – Schirmeck nach Wackenbach. Von hier aus wanderten wir eine sehr schöne Wanderung auf einen Gipfel der Vogesen, der zwar nicht der höchste, aber einer der bedeutendsten ist: Der Gipfel Col du Donon. Unsere Gehzeit inklusive Abstieg zu unserem Ausgangspunkt betrug ca. 4 Stunden, 14 km und 600m Höhenunterschied. Von hier aus fuhren wir weiter nach Fouday ins Hotel Julien.

Am 2. Tag wurde um 8.00 Uhr erstmal ausgiebig gefrühstückt, bevor es um 9.00 Uhr dann direkt vom Hotel aus los ging zum Hochfeld Champ du Feu. Die 20 km und 600 Höhenmeter legten wir in ca. 6 Stunden zurück.

Am Montag fuhren wir über Schirmeck – Grendelbruch – Klingental nach Ottrott. Auf dem Wunderpfad zum Heiligen Berg des Elsass. Diese Wanderung vermittelt einen guten Eindruck dieses gewaltigen Bauwerks, der MUR PAIEN (Heideenmauer). Einen Abstecher zum Kloster Odile wollten wir uns auch nicht entgehen lassen. Weiter ging es dann über la Bloss, den Männelstein – Burg Landsberg – Moenchkalb. Heute legten wir die Wanderstrecke von 22 km und 850 Höhenmetern in ca. 7 Stunden zurück.

Am 4. Tag unserer Wanderwoche fuhren wir mit einem Lunchpaket gewappnet nach Dambach la Ville an der elsässischen Weinstraße. Hier begingen wir eine Burgen- und Ruinenwanderung mit überwältigender Aussicht auf geschichtsträchtige Stätten und durch Rebgärten auf dem elsässer Weinpfad. Sebastianskapelle – über den Bernstein – den Falkenstein – zur Ruine Ortenburg – durch die Weingärten nach Dambach la Ville. Insgesamt wanderten wir in 5 Stunden 18 km und 500 Höhenmeter. Eine Weinprobe im Weingut Ruhlmannn Dambach la Ville war das Ende unserer Wanderung. Ab 19.30 Uhr genossen wir dann noch unbegrenztes Flammkuchenessen im originellen elsässischen Restaurant A LA COURONNE in Scherwiller.

Mittwochs fuhren wir nach Saales. Hier wanderten wir in 5 Stunden auf den Panoramaberg Climent. Nach dem lohnenswerten Aufstieg folgte ein alpiner Abstieg. Bei einem bunten Abend ließen wir diesen eindruckstarken Tag ausklingen.

Am nächsten Tag ging es um 8.15 Uhr los in Richtung Col de la Schlucht. Über 16 km und 600Höhenmeter wanderten wir auf einem naturnahen, felsigen Pfad. Schwierigere Passagen, wo Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich sind, führt diese phänomenale Wanderung zum aussichtsreichen Hohneck. Doch vor dem finalen Anstieg zum Hohneck, kehrten wir noch in die Ferme Frankenthal ein. Der Rückweg im Anschluss war dann eher mit einem Spaziergang zu vergleichen. Die phantastische Felsen-, Seen- und Panoramawanderung auf dem Hauptkamm der Vogesen legten wir in 6 Stunden.

Am vorletzten Tag unserer Reise fuhren wir nach Salem. Hier erwartete uns eine aussichtsreihe Hochwanderung. Diese Tour (6 Stunden Gehzeit) war nicht sehr anstrengend, doch erforderte sie Ausdauer.

Am Samstag, den 10. Oktober ging es nach dem Frühstück zur Auberge Rotlach. Hier machten wir unsere „Auslaufwanderung“ über den Neuntelstein – Welschbruch – Hungerplatz – Hoh Andlau – Andlau. Während dieser Tour gab es 2 Einkehrmöglichkeiten. Wegstrecke, ca. 14 km, 3-4 Stunden Gehzeit, Höhenunterschied 672 m fallend. Der Ausklang fand in der Ferme Fritsch in Kogenheim zum Vesperteller und Flammkuchen statt.

Wanderführer: Margret und Erich Claß