Wanderwochen 2000 - 2009

2007 – St. Martin, Südtirol – 25 Jahre „Nellinger Höhenweg“

16. Mai – 20. Mai 2007

Am 16. Mai um 7 Uhr starteten wir mit dem Bus. Über Ulm, Kempten, Fernpaß, Nauders erreichten wir Graun am Reschensee. Nach einem kurzen Halt ging es über die Malser Heide, vorbei am Kloster Marienberg und Burgeis. Das Ortlergebiet und die Vinschgauer Berge lagen frisch verschneit im Sonnenschein vor uns. Vorbei an Mals und der Churburg fuhren wir durch den Vinschgau. Über Meran kamen wir ins Passeiertal nach St. Martin, unserem Standquartier. Dort wurden wir gegen 16 Uhr erwartet. Nach dem alle ihre Zimmer bezogen hatten, war noch Zeit für einen kleinen Bummel durch St. Martin oder zu einer Schwimmrunde im hauseigenen Hallenbad. Nach dem Nachtessen war noch gemütliches Beisammensein und Besprechung für den 1. Wandertag.

Am 17. Mai um 9 Uhr fuhren wir mit unserem Bus über Hafling nach Vöran. Vom Parkplatz Schermoos wanderten wir steil bergauf bis zum Möltner Joch und dann auf bequemen Wegen bis zum Möltner Kaser zur Mittagseinkehr. Ein Teil der Gruppe wanderte noch aufwärts zu den „Stoanernen Mandeln“ bis auf 2003 m. Gelegentlich musste mit einem kleinen Regenschauer gerechnet werden. Der gemeinsame Rückweg führte über die Sattlerhütte wieder zum Parkplatz zurück. Die Rückfahrt führte uns über Mölten, Terlan, Meran wieder ins Passeiertal.

Für den 18. Mai war die Ulfas-Alm vorgesehen. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir über St. Leonhard, Moos nach Platt. Ab Platt hatten wir zwei Kleinbusse eingesetzt, um auf der schmalen Straße nach Ulfas zu gelangen. Vom Parkplatz hatten wir einen bequemen Weg bis zur Ulfas-Alm (1600 m). Dort konnten wir bei herrlichem Sonnenschein im Freien Mittagessen. Die starken Wanderer hatten sich noch die Matatzspitze vorgenommen (2179). Sie kamen nach etwa 3 Std. hell begeistert von der schönen Rundsicht, die sie von oben genießen konnten, zurück. Die anderen wanderten entlang des Waalweges, der bis zur Waalerhütte etwa oberhalb Christl führte. Sie hatten herrliche Ausblicke ins Passeiertal, zum Jaufenpaß und in die Sarntaler Berge. Auch der zweite Wandertag hat die Gruppe sehr befriedigt. Am Abend zeigten uns die beiden Brüder Isidor und Kasian Plangger herrliche Lichtbilder aus dem Passeiertal.

Am Samstag, unserem Jubiläumstag, dem 19. Mai, fuhren wir wieder wie am Vortag, nach Ulfas zum Anfang unseres „Nellinger Höhenweges“. Am Haus der Familie Raffl ist eine Gedenktafel angebracht.:

„Als Zeichen der Verbundenheit mit dem Alpenverein Südtirol hat der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Nellingen, mit Spenden von Mitgliedern und Bürgern den Ausbau der Teilstrecke Ulfas – Matatz des Meraner Höhenweges unterstützt. Dieser „Nellinger Steig“ soll jedem Wanderer inmitten der Bergwelt Ruhe und Erholung in Frieden und Freiheit bringen.“

St. Martin im Mai 1982

Unsere Südtiroler Freunde hatten die Fahnen gehisst und einen kleinen „Altar“ aufgebaut, denn es ist in Südtirol so üblich, dass ein neues Wegstück den geistlichen Segen erhält, der von einem Passeierer Pfarrer in Form einer Andacht ausgesprochen wurde. Zum Abschluss sangen wir gemeinsam „Großer Gott wir loben Dich“. Dann gedachten wir noch an den verstorbenen, die ursprünglich den Nellinger Weg erkundeten und planten sowie an xxxx, der einer der ersten war, die nach Südtirol Verbindung aufnahmen. Dann begann die Wandergruppe und unsere Freunde aus Südtirol den „Nellinger Weg“, wie vor 25 Jahren in Richtung Gögele-Hof. Dort gab es einen Imbiss und Getränke von unserem Gastgeber Hotel Jager Hans. Unser Küfer verschenkte einige Flaschen „Nellinger Wein“ aus seinem Weinberg und erinnerte daran, dass er vor 25 Jahren beim Gögele-Hof einen Apfelbaum pflanzte, der heute noch steht. Familie Gögele wurde ein Bild vom Gögele-Hof überreicht.

Nach ungefähr 1 Stunde setzten wir unseren Weg fort und wanderten in Richtung Osten nach Christl. Dort erwarteten uns wieder, wie vor 25 Jahren, die Goaselschnöller aus St. Martin. Sie feierten, wie wir, 25-jähriges Jubiläum. Unser Weg führte uns nun weiter an den Höfen Abfalter, Pirpamer und Egger vorbei bis nach Matatz zum Weiherhof. Dort ist wieder eine Gedenktafel am Haus angebracht. Sie war wunderschön mit Rosen geschmückt. Im Valdelehof oberhalb des Weiherhofes kehrten wir noch kurz ein und genossen die schöne Aussicht ins Passeiertal und zu den gegenüberliegenden Bergen. Der Sohn des Hauses spielte uns Südtiroler Weisen auf seiner Ziehharmonika. Er hat mit seinen 13 Jahren schon manchen Preis gewonnen. Für die, die nicht so gut zu Fuß waren, standen am Valdelehof zwei Kleinbusse bereit, denn der Abstieg nach St. Martin war relativ steil. Die Gruppe machte sich dann auf den Weg, um rechtzeitig zum Nachtessen im Hotel zu sein.

Nach dem Nachtessen gab es noch verschiedene Ehrungen und Reden, Geschenke wurden überreicht und der Bürgermeister von St. Martin überreichte xxx eine Urkunde über 25 Jahre Nellinger Steig. Der Vorsitzender des Alpenvereins St. Martin sprach über die gute Beziehung, die sich im Laufe dieser Zeit zwischen Nellingen und St. Martin entwickelt hat. Er hoffe sehr, dass diese Verbindung weiterhin bestehen bleibe und auf die jüngere Generation übergehe. Er bedankte sich ganz herzlich für die Spende, die wir zur Pflege und Erhaltung unseres Weges überreichten. Wir Nellinger würden uns über einen Besuch aus St. Martin sehr freuen.

Mit Musik und Tanz klang der schöne Abend aus.

Am Sonntag versammelten wir uns alle nach dem Frühstück vor unserem Hotel und sangen noch das Südtiroler Heimatlied: Wie ist die Welt so groß und weit und voller Sonnenschein. Dann verabschiedeten wir uns von unserer lieben Gastgeberfamilie Ennemoser und vom Gögelebauer, der extra noch nach St. Martin kam, weil er am Vortag nicht zu Hause war.

Unser Busfahrer brachte uns sicher über die Autobahn Bozen, Innsbruck nach Garmisch. Hier wurde noch eine Rast eingelegt. Von hier aus ging es über Ulm ohne große Staus nach Hause. Kurz vor 20 Uhr verabschiedete sich die „Albvereinsfamilie“.

Die 5 erlebnisreichen Tage werden uns in guter Erinnerung bleiben.